Am 15. Dezember öffnete das erste Schachmuseum der Schweiz in Kriens seine Tore. Werner und Roland Rupp präsentieren auf rund 300m2 die Schachgeschichte. Chesspoint schaute für seine Blogbesucher und Kunden rein.

Gebrüder Rupp

Chesspoint: Herzliche Gratulation zur Eröffnung! Es muss ein tolles Gefühl sein, wenn sein Traum zur Realität wird?

Roland Rupp: Ja das stimmt. Wenn man nach über 20 Jahren Sammelleidenschaft das eigene Museum eröffnen kann, ist dies schon etwas ganz Besonderes.

Chesspoint: Über 3000 Schachfiguren in den verschiedenen Ausführungen zu sehen lässt viele Schachherzen höher schlagen. Was dürfen die Besucher sonst in ihren vier Wänden noch erwarten?

Roland Rupp: Im Museum zeigen wir nicht nur Schach als Spiel oder Sport, sondern auch als Kultur. So sind im Museum auch viele Informationen zu Themen wie „Schach und Kunst“, „Schach und Philatelie“, „Schach und Musik“, „Schach im Film“, „Schach und Beletristik“, Schachcomputer und vieles mehr zu sehen. Im kleinen Schachkino haben wir Szenen aus zahlreichen Filmen, in welchen seine Schachszene vorkommt, zusammengeschnitten und Philatelisten erwartet eine Sammlung von Schachbriefmarken aus aller Welt.

Chesspoint: Wie lange haben sie gesammelt, bis die Quantität und Qualität ausstellungswürdig war?

Roland Rupp: Insgesamt sammeln wir schon seit 20 Jahren Exponate zum Thema Schach. Vor allem aber die letzten zwei Jahre waren sehr intensiv, konnten wir doch gleich zwei grössere Sammlungen übernehmen.

Chesspoint: Ein solches Hobby ist nur möglich, wenn die ganze Familie mitzieht. Teilen ihre Familie und Freunde ihre Liebe zum Schachspiel oder löst die Sammelleidenschaft auch mal Kopfschütteln aus?

Roland & Werner Rupp gemeinsam: Unsere Frauen waren sicher nicht unglücklich, dass nun all die gesammelten Exponate aus den jeweiligen Wohnungen und Keller verschwanden (lachen). Ich denke, jeder der diese Sammlung sieht, versteht sofort, warum wir so leidenschaftliche Sammler sind, denn schon nach wenigen Minuten im Museum erkennt man, dass Schach eben nicht nur ein Spiel oder Sport ist, sondern uns überall im Leben immer wieder begegnet. Und wenn man ein Schachspiel von Swarovski, ein Glasschach mit jüdischen Ornamenten, ein Schachspiel in einem Fabergé Ei, ein 3D Schachspiel oder auch ein Schachspiel, ganz aus Zündhölzern einmal gesehen hat, versteht man, dass Schachfiguren auch einfach nur schön anzuschauen sein können.

Chesspoint: Welches Sammelstück möchten Sie noch unbedingt in Ihre Sammlung haben?

Roland Rupp: In unserer Wunschliste gibt es schon noch so einige Exponate, welche wir gerne hätten. Aktuell läuft ein Projekt, dass wir von jedem Land der Welt ein Schachspiel haben möchten und da fehlen uns noch so einige Exponate.

Chesspoint: Besten Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spass mit dem ersten Schachmuseum der Schweiz!

 

Nachfolgend ein paar Impressionen vom Eröffnungstag:

schachmuseum

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