Es gab Überraschungen

Die zweite Qualifikationsrunde zur diesjährigen Schweizer Meisterschaft der Kategorien U10, U12 und U14 fand in Riehen im Haus der Vereine statt. Insgesamt 149 Teilnehmende kämpften um Punkte. Dabei ging längst nicht immer der auf dem Papier stärkere Spieler auch als Sieger aus den Partien hervor.

Eigentlich wären noch ein paar Teilnehmer mehr angemeldet gewesen, doch mussten sich diese krank abmelden. Überhaupt schien es die Krankheitshexe mit den Schachspielern am Wochenende nicht besonders gut zu meinen. Mehrere Kinder waren gesundheitlich stark angeschlagen, und Benito Rusconi (St. Gallen) sowie Jann Huynh (Möriken) mussten nach der ersten Runde gar forfait geben. Das Haus der Vereine bot gute Spielbedingungen, auch wenn der Platz – auch weil ein Saal kurzfristig nicht zur Verfügung stand – bis auf den letzten Zentimeter ausgenutzt werden musste. Dafür hatten die Anwesenden das Privileg, in einem der bisher wohl schönsten Säle essen zu können, nämlich in einem schönen Kellergewölbe.

 

U14: Martin Schweighoffer makellos

In der Kategorie U14 spielte Martin Schweighoffer (Uster) ein starkes Turnier und gewann sämtliche Partien klar. Auf den Rängen zwei und drei klassierten sich mit Lena Georgescu (Moosseedorf) und Xaver Dill (Basel) mit je vier Punkten zwei Spieler, die man nicht auf dem Podest erwartet hätte. Favoriten wie Maximilian von Willich (Muri b. Bern, 4.), Nam-Khang Nguyen (Wil, 5.) oder Arnaud Chanex (Delley, 7.) liessen im Laufe der Runden Punkte liegen. Noch schlimmer erging es Co-Favorit Peter Wallmüller (Mellingen), der zweimal verlor und nur auf Platz neun landete.

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U12: Bor Gonchigsuren dank Feinwertung

Bei den U12-Jährigen blieb es buchstäblich bis zur letzten Partie spannend. Die Feinwertung musste über den ersten Platz entscheiden. Bor Gonchigsuren (Bern) war dabei um einen halben Buchholzpunkt der Glücklichere und setzte sich gegen Fabian Bänziger (Pfäffikon SZ) durch. Auch Colin Hofmann (Payerne) musste sich nie bezwingen lassen, gab aber zwei Unentschieden ab. Dies reichte schlussendlich für Rang drei, knapp vor den stark spielenden Cyril De Jonckheere (Biel) und David Walk (Winterthur). Denis Perman (Zumikon), die Startnummer eins, erreichte Rang sechs. Am schlimmsten erwischte es Duke Kreutzmann (Buchs): Der Top-Ten-Starter klassierte sich lediglich auf Platz 25.

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Matthias Tazayak gewinnt bei den Jüngsten

Ohne Punktverlust blieb Matthias Tezayak (Kreuzlingen), der am Ende eineinhalb Punkte Vorsprung auf Konkurrenz herausholte – eine halbe Weltreise. Zweiter wurde überraschend Colin Cordey (Cheseaux), der ein ausgezeichnetes Turnier spielte und Kronfavorit Yasin Chennaoui (St. Gallen) dank besserer Buchholzwertung auf Platz drei verwies. Auch hier gab es eine tragische Figur: Gohar Tamrazyan (Derendingen), die Startnummer drei, liess einem guten ersten einen schwächeren zweiten Tag folgen und belegte nur Platz 15.

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IM Bela Toth siegt im Open

Das Open ging an die klare Startnummer eins, Bela Toth (Basel). Er setzte sich gegen Simon Schweizer (Schliern), Nino Wilkins-Borsani (Winterthur) und Samuel Schweizer (Schliern) durch.

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Die detaillierten Ranglisten finden sich unter www.schachquali-riehen.ch (leider nicht mehr online)

Pascal Spalinger