Holz ist einzigartig, vielfältig und verändert sich. Es ist das beliebteste Rohmaterial um Schachbretter bzw. Schachfiguren herzustellen. Was es bei diesem Naturprodukt zu beachten gilt, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Egal ob Bobby Fischer, Garry Kasparov oder Magnus Carlsen, sie alle spiel(t)en am Liebsten mit Schachspielen aus Holz. Das Naturprodukt fühlt sich angenehm an und lässt viele Formen bzw. Designs zu.

Produktfotos

Echtheitsgetreue Produktfotos sind uns ein wichtiges Anliegen. Im Laufe der Jahre haben wir uns eine professionelle Fotoausrüstung angeschafft. Blitzgerät, Fototisch, Spiegelreflexkamera und Übung sorgen für hochwertige Bilder.

Wenn Sie unsere Produktfotos betrachten, sollten Sie allerdings nicht vergessen, dass Holz ein Naturprodukt ist. Jedes Stück ist ein Unikat mit eigenem Charakter und Lebendigkeit. Leichte Farbunterschiede, Beschaffenheit respektive Struktur liegen nicht in unserer Hand.

Etwas plakativ kann man sagen: Die Natur macht, was sie will! Unterschiede von Exemplar zu Exemplar sind nicht zu vermeiden:

Vergleichen Sie die Mahagoni Felder links und rechts

Bei der obenstehenden Abbildung handelt es sich zweimal um «dasselbe» Produkt. Der Farbunterschied der Mahagonifelder ist augenfällig. Das ist zwar eher ein extremes Beispiel, kommt aber regelmässig vor.

Qualitätskontrolle

Wir überprüfen alle Zufuhren von unseren Lieferanten und sortieren beschädigte Figuren bzw. Bretter aus. Unterschiedliche Holzstrukturen, leichte Farbunterschiede oder Astbildungen gehören (meistens) nicht dazu. Das sind keine Mängel, sondern Merkmale von echtem Holz.

Aussortiert wird, wenn der Spielgenuss massgeblich beeinträchtigt oder der Artikel beschädigt ist. Zum Beispiel wenn die Ecke eines Schachbrettes angeschlagen oder eine Königskrone gebrochen ist.

Solche Exemplare finden Sie in unserer Rubrik «Fundus». Dort verkaufen wir leicht beschädigte Artikel zu reduzierten Preisen. Sie können von folgender Faustregel ausgehen: Je kostspieliger ein Produkt, desto strenger sortieren wir aus.

Bei einem Holzbrett für unter 50 CHF müssen mehr Kompromisse bezüglich Holz- sowie Verarbeitungsqualität eingegangen werden als bei einem Brett für 150 CHF. Aber keine Angst, unsere Retourenquote ist gering und nur selten wird die Produktqualität bemängelt. Vielmehr verschätzen sich Kunden in der Grösse der Produkte.

Man sollte sich zudem vor Augen halten, dass Holz zwar nachwächst, aber nicht unendlich vorhanden ist. Würden alle Holzverarbeiter nur astreines Holz nutzen, müssten wesentlich mehr Bäume gefällt werden. In Anbetracht der bereits bestehenden Abholzung von Regenwäldern keine gute Idee!

Holz lebt

Holz lebt. Es vollzieht einen natürlichen Reifeprozess. Unter Sonneneinstrahlung verändern sich die Farben des Holzes. Meistens dunkeln sie nach oder verlieren etwas an Sättigung. Dies ist ein schleichender Fortgang und wird von den Meisten kaum wahrgenommen bzw. als störend empfunden.

Dieser Prozess ist kaum zu verhindern und gehört dazu. Mit einigen Massnahmen können Veränderungen des Holzes reduziert werden:

  • Produkte nicht der Sonneneinstrahlung aussetzen
  • Produkte sollten nicht mit Flüssigkeiten in Berührung kommen
  • Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60%
  • Optimale Lagerungstemperatur zwischen 20 und 22 Grad

Bei langen Wärmeperioden wird dem Holz Feuchtigkeit entzogen und es können sich Trockenrisse bilden. Diese Risse sind bei unseren Produkten äussert selten und in der Vergangenheit nur vereinzelt bei Figuren aufgetreten. Je nach Witterung schliessen sich die Risse von alleine fast vollständig.

Fazit

Holz ist kein Kunststoff. Schachspieler schätzen seine individuelle Form, Maserung sowie Farbgebung. Wir geben uns Mühe, möglichst repräsentative Produktfotos abzulichten, um Sie zufriedenzustellen und Retouren zu vermeiden. Aber Holz lebt und das ist auch gut so!